Aktuelle Lage / Entwicklung der Wirtschaftskrise

Ben Bernanke, Chef der US- Notenbank (FED), hat in einer Rede vor dem amerikanischen Kongress eine Stabilisierung der Wirtschaftslage prognostiziert.

Ihm zufolge habe sich der Konjunkturabschwung verlangsamt und die Nachfrage nach Produktion stabilisiert. Dadurch sei ab 2010 mit einer schrittweisen Verbesserung der Wirtschaft zu rechnen, die ab 2011 noch schneller vorangehen soll. Für 2011 erwartet Bernanke ein Wachstum der amerikanischen Wirtschaft von 2,1 - 3,3 Prozent.

Einziger Wehrmutstropfen sei die Arbeitslosigkeit, deren Höhepunkt er Ende diesen Jahres erwartet, die aber trotzdem bis einschließlich 2011 auf einem hohen Niveau verharren soll.

Trotz der optimistischen Prognosen soll der Leitzins zunächst auf dem niedrigen, gegen Null tendierendem, Niveau bleiben, aber es seien die notwendigen Instrumente vorhanden um im Bedarfsfall die „Maßnahmen im Kampf gegen die Krise sanft und zeitgerecht zurückzufahren" und die Zinsen zu erhöhen. Die Möglichkeit zum erreichen der Ziele  Vollbeschäftigung und Preisstabilität seien damit im Rahmen eines Konjunkturanstieges gegeben.

Zum Vergleich: Der europäische Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt derzeit bei 1,00%, die nächste Entscheidung über ihn wird am 6. August gefällt, kurz vor der nächsten Entscheidung der amerikanischen FED am 11.August.

Der Zusammenhang der Leitzinsen, auch anderer wie z.B. den Leitzins der Bank of England, derzeit bei 0,5%, wird deutlich, wenn man betrachtet, dass die Krise ihren Ursprung in den USA genommen hat.