Aktuelle Zinsentwicklung am Baufinanzierungsmarkt

Die Zeichen für eine langfristige Zinsprognose stehen wieder, wenn auch nur leicht, auf „steigend". Doch trotz der im historischen Vergleich gesehenen, immer noch niedrigen Zinssätze, ist in kurzfristigeren Zeiträumen weiterhin mit Schwankungen zu rechnen.

Noch im März lag der Baufinanzierungszins für eine 10- jährige Bindung bei ca. 3,90 %, seit Anfang Juli kann für die gleiche Bindung ein Anstieg betrachtet werden, der den Zins jetzt auf fast 4,3 % gehoben hat. Ähnlich verhält es sich auch bei anderen Zinsbindungen. Zinsen für Bindungen über 5 Jahre beispielsweise sind von einem Tiefstwert bei 3,1 % im Mai jetzt auf einem Niveau von 3,45 %, langfristige Bindungen über 20 Jahre sind von ca. 4,2 % im März auf 4,8 %, gestiegen.

Langfristig gesehen noch immer günstige Zinsen

Im langjährigen Vergleich liegen die Zinsen damit aber immer noch bei einem niedrigen Mittelwert im Vergleich zu den „Rekordhöhen" Anfang der 90er Jahre. (In allen Bereichen bei ca. 10 %).

Ein Problem mit der derzeitigen Kreditvergabe besteht aber dennoch. Der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nicht immer oder nur auf „Umwegen" an den Verbraucher weitergegeben.

Banken geben günstige Zinsen kaum weiter

Laut einer Umfrage des Münchener Ifo- Instituts bewerten 45% der Unternehmen die Kreditvergabepraxis der Banken als restriktiv. Als Ursache sei dafür genannt, dass die Banken aufgrund der ungewissen Zukunft vor allem Langzeitkredite nur ungern vergeben und wenn dann mit Sicherheits- und Risikoaufschlägen versehen.

Dies fällt zwar hauptsächlich auf Unternehmen zurück und ist auch nicht nur im Bereich der Baufinanzierung zu beobachten, aber dennoch seien laut der Umfrage des Institutes Ifo auch private Haushalte betroffen.

01. August 2009