Immobilienkredite werden auf eine bestimmte Zeit angelegt. Ist nach Ablauf der im Darlehensvertrag festgelegten Laufzeit der Zinsbindung noch eine Restschuld zu tilgen, ist eine Anschlussfinanzierung erforderlich.

Spätestens 3 Monate vor Ablauf der Bindung, wird man von seiner Bank darüber informiert und erhält in der Regel ein Angebot zur weiteren Finanzierung, dass eigentlich nur verwährt wird, sollte die Bonität des Kreditnehmers in Frage stehen. Dies klingt nach einer einfachen Abhandlung, birgt aber das Risiko zu hoher Kosten, da die Banken dann nicht immer die günstigsten Angebote stellen.

Anschlussfinanzierung vergleichen spart oftmals viel Geld

Daher ist es ratsam, sich rechtzeitig vor Ablauf des Vertrages auch Angebote von anderen Banken anzusehen. Konditionsunterschiede von einem halben (!) Prozent können in der Praxis schon eine Verteuerung des Anschlusskredits von 5.000 - 10.000 Euro bedeuten, je nach Laufzeit und Tilgungsrate.

Um weiterhin Geld sparen zu können, sollte man sich Rechte auf Sondertilgungen vertraglich festschreiben lassen, um so außerplanmäßig Teile der Schulden abbezahlen zu können. Banken gehen bei einer Anschlussfinanzierung in der Regel davon aus, dass sie die gesamte Restschuld neu finanzieren. Hat man nun aber die Möglichkeit eine größere Summe des Immobiliendarlehens auf einen Schlag abzubezahlen, wenn z.B. die eigentliche Bindung gerade ausläuft, lohnt sich das, da man dann einen geringeren Betrag neu finanzieren muss und dann auf Grund der geringer finanzierten Summe auch weniger an Zinsen zahlt.