Eigenkapital in der Baufinanzierung

Wie das Wort Eigenkapital ausdrückt, handelt es sich dabei im Rahmen einer Baufinanzierung um das eigene, selbst eingebrachte Kapital. Die Differenz zwischen der Bausumme als den Gesamtausgaben für den Hausneubau und den Eigenmitteln ist die Fremdfinanzierung. Dieser Betrag muss von dritter Seite, also von einem Kreditinstitut wie Bank oder Sparkasse, über ein Baudarlehen finanziert werden. Das gesamte Projekt wird als Baufinanzierung bezeichnet, und die Fremdfinanzierung ist identisch mit dem Kapitalbedarf. Das ist derjenige Anteil an der Baufinanzierung, der mit den Zinsen die Finanzierungskosten verursacht.

 

Bausumme, Eigenkapital und Kapitalbedarf

Mit dem Finanzierungsgeber und dem Bauherrn sind beide Seiten an einer möglichst hohen Eigenkapitalleistung einerseits und dem sich daraus ergebenden, dementsprechend niedrigen Kapitalbedarf andererseits interessiert. Der Financier aus Sorge um die Bonität des Bauherrn, der seinerseits über Jahrzehnte hinweg die Baufinanzierung dauerhaft zurückzahlen können muss. In dieser Situation liegt das Spannungsfeld, in dem die Begriffe Bausumme, Eigenkapital und Kapitalbedarf austariert werden müssen.

20 bis 30 Prozent Eigenkapital gilt als "gesund"

Von einer „gesunden“, das heißt auf finanziell soliden Füßen stehenden Baufinanzierung sprechen die Kreditinstitute bei einer Eigenkapitalhöhe ab 20 bis 30 Prozent der Bausumme aufwärts. Für sie ist der "Worst Case" die Zwangsversteigerung der Immobilie für den Fall, dass der Bauherr die Baufinanzierung dauerhaft nicht mehr bedienen kann. Der Erlös aus einer Zwangsversteigerung liegt erfahrungsgemäß deutlich unter dem Verkaufserlös. Bei einer Finanzierung von 60 bis 70 Prozent der Bausumme, in diesem Sinne des Immobilienwertes, kann sich der Darlehensgeber recht sicher sein, bei einer Zwangsversteigerung den aktuellen Finanzierungssaldo komplett ausgeglichen, sprich zurückgezahlt zu bekommen.

Finanzierung ohne Eigenkapital ist möglich

Die verbesserte Risikoanalyse und der Wettbewerb der verschiedenen Geldinstitute führt immer häufiger dazu, dass eine Finanzierung ohne Eigenkapital angeboten wird. Hierzu wird eine Einzelprüfung der (geplanten) Immobilie, der Lage sowie weiterer individueller Faktoren vorgenommen.

Beratung Finanzierung ohne Eigenkapital

Gerne erläutern Ihnen unsere Optimum Baufinanzierung Berater entsprechende Möglichkeiten in einem telefonischen oder persönlichen Beratungsgespräch. Bitte nutzen Sie für die Kontaktaufnahme das nebenstehende Formular oder rufen Sie uns an unter Tel. 06192 9550777

 

Als Eigenkapital gelten

Als Eigenkapital gilt das Ersparte des Bauherrn mit jeglichen Sparformen wie Bauspar- und Ratensparvertrag, wie Barmittel auf dem Girokonto, wie Wertpapiere oder wie der Rückkaufwert einer Kapitallebensversicherung. Praktisch alles, was zu Geld gemacht werden kann, gilt als Eigenmittel des Bauherrn. Im Einzelfall wird auch ein niedriger prozentualer Anteil einer Eigenleistung als Eigenkapital anerkannt. Dabei handelt es sich um diejenigen Handwerkerkosten und die dazugehörige Mehrwertsteuer, die dadurch einspart werden und den Kapitalbedarf senken, dass der Bauherr diese Arbeiten selbst leistet.