Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) 2009

Pflichtanteil bei Neubauten in der Wärmeversorgung durch das
Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Beim Energiesparen setzt das EEWärmeG Häuslebauer unter Druck. Die Wärmeversorgung bei Neubauten ab dem 01.01.2009 muss teilweise mit erneuerbarer Energie erbracht werden. Es ist dabei nicht relevant, ob der Neubau als Wohnraum genutzt wird oder für andere Zwecke. Dieses Gesetz wurde im letzten Jahr vom Bundestag beschlossen.

Für jeden Bauherr bedeutet dass, bei der Wärmeversorgung die Nutzung von Ökowärme als verbindlichen Bestandteil in das Projekt mit einzuplanen. Diese Ökowärme wird durch den Einbau von Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen erreicht.

Wird Solarwärme genutzt, müssen Sonnenkollektoren eingebaut werden. Dies bedeutet z.B. pro Quadratmeter Wohnfläche müssen mindestens 0,04 Quadratmeter Kollektoren verwendet werden.
Bei anderen Arten der Ökowärme wird der Anteil bei über 50 Prozent liegen. Baut man beispielsweise eine Gasheizung ein, könnte man 51 Prozent Biogas und 49 Prozent Erdgas verwenden.

Kostenbeispiel für die Wärmeversorgung bei ca. 150 m² Wohnfläche:

Solarenergie : Kosten ca. 4.000 Euro
Erdreichenergie : Kosten da. 16.000 Euro
Biomasse : Kosten ca. 12.000 Euro

Befreiung dieser Nutzungspflicht:

Die zuständige Landesbehörde kann Bauherren von dieser Nutzungspflicht befreien, wenn aus technischen Gründen Erneuerbare Energien nicht verwendet werden können. Sollten Energiequellen wie Sonnenkollektoren, Holzpellets oder Wärmepumpen nicht eingesetzt werden können, gibt es Maßnahmen, die klimaschonend sind - so z. B die Verbesserung der Dämm-Maßnahmen durch eine Kraft-Wärme-Koppelung.

Ausnahmen beim EEWärme-G

Eigentümer von Altbauten sind von diesem Gesetz ausgenommen, da eine Kontrolle der Einhaltungspflicht kaum möglich ist.
Hier wird das sogenannte Marktanreizprogramm aufgestockt , was zu einem höheren Zuschuss führt als bisher.

Sinn dieser Änderung

In der Wärmeversorgung wird im Jahr 2020 ein Anstieg der Erneuerbaren Energien von
6,6 auf 14 Prozent erwartet. Ziel hierbei ist es die Umwelt zu schützen, indem man den Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase verringert. Zusätzlich werden Arbeitsplätze geschaffen, eine Unabhängigkeit gegenüber Energieimporteuren erzielt sowie moderne Technologien entwickelt um den Ausbau des Wärmenetzes zu fördern.

Der Staat fördert die Erneuerbaren Energien:

In den letzten Jahren unterstütze der Staat bereits den Einsatz Erneuerbarer Energien durch Beratung und Finanzierungshilfen. Der Etat für das sogenannte Marktanreizprogramm wird auf ca. 500 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt. Der Staat kann damit seine Förderungsmöglichkeiten enorm erweitern.
Das heißt für den Häuslebauer Zuschüsse beim Einsatz innovativer Techniken, die über die Nutzungspflicht hinausgehen. Ist man an die Nutzungspflicht gebunden, gibt es keine Zuschüsse.