Kreditklemme? Chance oder Risiko?

Der Euro nimmt massiv an Wert gegenüber dem Dollar zu. In der letzten Woche überstieg er erstmals seit längerer Zeit wieder die 1,50 Dollar- Marke.

Doch, dass der Euro gegenüber der internationalen Leitwährung so gut dasteht ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Viel größer ist die Gefahr, dass ein exportabhängiges Land wie Deutschland dadurch in der Konjunktur an Schwung verliert. Die Exportwaren sind auf dem Weltmarkt verhältnismäßig teuer und erzielen von daher schwächere Absätze. Importwaren sind dagegen verhältnismäßig billig und verkaufen sich besser. Dies kann dazu führen, dass die Wirtschaft schwächer wieder an Fahrt auf nimmt, als in letzter Zeit prognostiziert wurde.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Europäische Zentralbank (EZB) Anzeichen für einen erneuten Abschwung in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftslage erkennen will.

Laut Statistiken der EZB ist die Kreditvergabe in den 16 Euroländern zum ersten Mal, seit Erhebung der Statistik 1992, gesunken. Die Anzeichen für eine Kreditklemme seien somit gestiegen. Auf Grund dessen wird die EZB die Leitzinsen in absehbarer Zukunft wahrscheinlich auch nicht erhöhen, um die Liquidität am Finanzmarkt zu erhalten.

Während die EZB die Kreditklemme allerdings auf eine restriktive Vergabepolitik der betreffenden Institute zurückführt, spricht die Commerzbank davon, dass die schwache Kreditvergabe eher mit der geringen Nachfrage als Folge der Wirtschaftskrise zu betrachten sei. Allerdings malen beide Seiten damit kein allzu optimistisches Bild für die Zukunft.

Noch pessimistischer ist die italienische UniCredit (zu der auch die deutsche Hypo Vereinsbank gehört). Laut ihr sind die aktuellen Geldmengendaten der EZB ein „Vorbote einer erwarteten Konjunkturabschwächung", von der besonders die deutsche Konjunktur im kommenden Jahr betroffen sein wird.

Was makroökonomisch gesehen schlechte Nachrichten sind, kann sich im Einzellfall jedoch positiv auswirken. So ist bei einem wirtschaftlichen Abschwung bzw. bei einer Stagnation nicht mit steigenden Bauzinsen zu rechnen. Das bedeutet positive Aussichten, zumindest von der Zinsfront, vor allem für Eigentümer, die in den nächsten 2 - 3 Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen und sich somit auch weiterhin günstige Forward-Darlehen sichern können. Informieren Sie sich rechtzeitig über Ihre Möglichkeiten einer Umschuldung bei Ablauf der Zinsbindung! OPTIMUM Baufinanzierung steht Ihnen gerne zur Verfügung!