Niedrige Zinsen erschließen neue Käuferschichten

Der Immobilienmarkt brummt – anders kann man die aktuelle Situation nicht umschreiben. Kein Wunder, historisch niedrige Baufinanzierungszinsen ermöglichen es vielen Menschen, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, die früher noch nicht einmal entfernt daran dachten. Neben den Zinsen spielte jedoch auch die Eigenkapitalausstattung immer noch eine zusätzliche Rolle.

Kreditvergabe für Wohneigentum - Banken grundsätzlich restriktiv

Über viele Jahre galt in Deutschland die goldene Regel, dass mindestens zwanzig Prozent es Kauf- oder Baupreises zuzüglich der noch anfallenden Nebenkosten als Eigenkapital zur Verfügung stehen mussten. Vollfinanzierungen, wie in anderen Ländern, waren hierzulande undenkbar. Nun gibt es die verschiedensten Arten von Eigenkapital. Neben den klassischen Bankguthaben und Wertpapieren zählt bei einem Neubauvorhaben beispielsweise nachgewiesene Eigenleistung als Eigenkapital, die sogenannte Muskelhypothek.

Für Arbeitnehmer bietet es sich an, mit Ihrem Chef zu sprechen. Sogenannten Arbeitgeberdarlehen fallen bei der Darlehensberechnung ebenfalls nicht unter den Bereich „vorhandene Kredite“, sondern werden ebenfalls dem Eigenkapital zugerechnet. Inzwischen hat es jedoch bei der Kreditvergabe in Deutschland eine erste Aufweichung bei der Vergabe von Baugeld gegeben. Die 20-Prozentmarke ist nicht mehr zwingend, zunehmend wird es auch möglich, eine Vollfinanzierung des Objektes vorzunehmen. Dies ist vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen auf jeden Fall sinnvoller, als die nächsten fünf Jahre vorzusparen, in der Hoffnung, dass sich das Zinsniveau nicht ändern wird. Fatal wäre es ebenfalls, in der Hoffnung auf den schnellen Gewinn mit digitalen Optionen, wie sie auf beschrieben werden, das notwendige Eigenkapital erwirtschaften zu wollen.

Lieber heute vollfinanzieren...

...als niemals die eigenen vier Wände beziehen

Natürlich hat der Gedanke, die nächsten Jahre fleißig zu sparen, um auf diese Weise die Eigenkapitalquote zu erhöhen, etwas Grundsolides. Es ist allerdings die Frage, ob diese Denkungsweise noch zeitgemäß ist. Zu sparen und zu hoffen, dass sich die Konditionen für Baugeld nicht ändern, ist fast schon naiv. Um bei einem Objektpreis von 250.000 Euro die Quote von 20 Prozent zu erfüllen, müsste ein Durchschnittshaushalt für die Dauer von fünf Jahren eine ungeheure Sparleistung erbringen. Auf der anderen Seite wird aber das Sparguthaben aktuell von einer Inflationsrate, die über den Sparzinsen liegt, regelrecht aufgefressen. Was liegt also näher, als diesen Aspekt außen vor zu lassen, und über ein Portal, welches sich auf Vollfinanzierungen spezialisiert hat, geeignete Finanzierungsformen zu finden. Anstelle davon, das Guthaben durch den Kaufkraftverlust einzubüßen, macht es mehr Sinn, ein langfristiges Darlehen sukzessive durch die Geldentwertung zu relativieren. Die Darlehensschuld fällt, ähnlich dem Sparbuch, nämlich auch der Inflation zum Opfer. Ein Kredit von 250.000 Euro hat in zwanzig Jahren nicht mehr den gleichen Gegenwert wie heute.